
Katze chippen lassen: Kosten & Ablauf
Im Jahr 2022 sind in Deutschland ca. 90.000 Katzen entlaufen. 69.000 konnten mit ihren Besitzerinnen und Besitzern vereint werden ¹ – dank eines Mikrochips. Doch wie hoch sind die Kosten für einen Mikrochip bei der Katze?
Inhaltsverzeichnis
💡Das Wichtigste zum Chippen von Katzen
- Katzen-Mikrochip: Es handelt sich hierbei um einen Transponder in der Größe eines Reiskorns, auf dem sich ein individueller Identifikationscode befindet, der nur mit einem speziellen Lesegerät gescannt werden kann.
- Ablauf: In der Tierarztpraxis wird der kleine Transponder unter die Haut der Katze gesetzt. Danach muss die Mikrochipnummer bei einer darauf spezialisierten Organisation wie TASSO oder FINDEFIX, registriert werden, damit diese später eindeutig einer Besitzerin oder einem Besitzer zugeordnet werden kann.
- Pflicht: Ob Freigänger oder Wohnungskatze: Grundsätzlich gibt es in Deutschland keine allgemeine gesetzliche Pflicht, Katzen chippen zu lassen. Einzelne Bundesländer und Landkreise haben dazu jedoch eigene Verordnungen erlassen.
- Kosten: In der Regel muss man für das Einsetzen eines Mikrochips bei einer Katze mit Kosten um die 30 € bis 60 € rechnen. Bei petolo sind die Kosten für den Chip bei Katzen in Ihrer Katzenkrankenversicherung mit abgedeckt.
Ist das Chippen der Katze Pflicht?
In Deutschland besteht keine allgemeine Pflicht zum Chippen von Katzen. Bei Reisen mit Ihrer Katze ins EU-Ausland oder nach Übersee ist das Chippen jedoch zusätzlich zu den erforderlichen Impfnachweisen und dem EU-Heimtierausweis hingegen mittlerweile Pflicht. Die Alternativen zum Chippen, das Halsband mit Chip oder die Tätowierung im Ohr, reichen hier nicht mehr aus.
Ob Sie Ihrer Katze einen Mikrochip einsetzen lassen müssen, kann jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt sein, da Tierschutzgesetze Ländersache sind. Die Bestimmungen können sogar von Landkreis zu Landkreis variieren. Diese können Katzenschutzverordnungen erheben, um die Vermehrung von streunenden Katzen zu verhindern. Dazu zählt nicht nur die Kastration, sondern auch die Kennzeichnung von Freigängern. Insgesamt gibt es mehr als 1.000 Städte und Gemeinden mit sogenannten Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsverordnungen für Katzen.² Im Falle eines Umzuges informieren Sie sich deshalb am besten im Vorfeld, ob Ihr neuer Wohnort von einer entsprechenden Verordnung betroffen ist und Ihre Katze gechippt sein muss.
Warum ist es sinnvoll, eine Katze zu chippen?

Katzen zu chippen ist sinnvoll, vor allem wenn es sich um Freigänger handelt, da diese sich gerne mal in fremde Häuser, Schuppen oder Garagen schleichen und dort versehentlich eingesperrt werden können. Wenn sie dann erst ein paar Tage später gefunden und ins Tierheim oder zur Tierärztin bzw. zum Tierarzt gebracht werden, kann dort durch den Chip direkt die Besitzerin bzw. der Besitzer ermittelt und informiert werden. Freigänger können zudem leicht in Unfälle verwickelt werden. Auch in diesem Fall kann die Tierärztin bzw. der Tierarzt durch das Auslesen des Chips schnell die Besitzerin oder den Besitzer kontaktieren.
Ist es sinnvoll, Wohnungskatzen chippen zu lassen?
Das Chippen des Stubentigers kann sich nicht nur für Freigänger lohnen. Auch für Katzen, die reine Haus- oder Wohnungskatzen sind, ist Chippen grundsätzlich sinnvoll, da auch sie entwischen können. Da sie keine Erfahrung außerhalb der eigenen vier Wände haben, ist die Gefahr höher, dass sie sich verlaufen oder irgendwo verkriechen. Wenn sie gefunden werden, kann das Tierheim oder die Tierarztpraxis Ihren Liebling leicht identifizieren.
Wie läuft das Chippen von Katzen ab?
Der Mikrochip für Katzen wird ausschließlich von Tierärztinnen und Tierärzten eingesetzt. Durch eine spritzenähnliche Vorrichtung mit dicker Hohlnadel wird der Transponder, der ungefähr die Größe eines Reiskorns hat, in die Haut implantiert. Dies ist nicht schmerzhaft und ähnelt dem Piks bei einer Impfung, sodass eine Narkose der Katze in diesem Fall nicht nötig ist. Der Mikrochip wird in den linken Nackenbereich der Katze gesetzt und wandert von da aus in das Schultergewebe, wo er verwächst. Das Tier spürt den implantierten Chip nicht und wird davon auch nicht eingeschränkt.
Registrierung des Chips
Tierarztpraxen übernehmen in der Regel lediglich das Einsetzen des Chips, weshalb Sie am besten direkt nach Ihrem Besuch in der Praxis die Registrierung bei einer der drei hauptsächlich genutzten Datenbanken vornehmen:
- FINDEFIX (deutscher Tierschutzbund): kostenfrei
- TASSO e. V. (Tierschutzorganisation): kostenfrei
- IFTA (internationale zentrale Tierregistrierung): kostenpflichtig
Da die Datenbanken bzw. Haustierregister miteinander vernetzt sind, reicht die Registrierung bei einer Organisation. Für die Registrierung werden folgende Angaben benötigt: Transponder-/ Chipnummer, Angaben zur Katze (Rasse, Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Fellfarbe), Name und Adresse des Halters, Telefonnummer und gegebenenfalls die E-Mail-Adresse. Es ist auch möglich, eine zweite Kontaktadresse und Telefonnummer anzugeben. Wichtig ist, bei einem Umzug die Daten online anzupassen.
Welche Informationen befinden sich auf dem Chip?
Auf dem Chip befindet sich eine einzigartige 15-stellige Nummer, die nur mit einem speziellen Lesegerät gescannt werden kann. Der Code setzt sich aus folgenden Ziffern zusammen:
- 3-stelliger Ländercode
- Herstellernummer des Transponders
- Individuelle Kennzahl
Dieser individuelle Identifikationscode wird auch in den Heimtierausweis eingetragen und kann nach der Registrierung im Haustierregister weltweit ausgelesen und zugeordnet werden.
Wie wird der Chip ausgelesen?
Der eingesetzte Mikrochip kann nur von speziellen Lesegeräten gescannt werden. Diese sind frei verkäuflich und nicht nur Tierarztpraxen und Tierheimen vorbehalten. Diese Informationen befinden u. a. auf dem Chip:
- Herkunftsland der Katze
- Individueller Identifikationscode
- Hersteller des Mikrochips
Es ist wichtig, die Nummer des Mikrochips im Haustierregister anzugeben. Ohne Registrierung ist der Chip sinnlos, da die Identifikationsnummer sonst nicht einer bestimmten Besitzerin einem bestimmten Besitzer zugeordnet werden kann.
Entstehen beim Chippen der Katze Nebenwirkungen?
Das Chippen ist für Ihre Katze nicht gefährlich oder schädlich. Bis auf einen kleinen Piks, ist das Einsetzen des Transponders für Ihre Katze schmerzfrei. Der Mikrochip selbst ist so klein, dass das Tier ihn nicht spüren kann. Außerdem besteht er aus einem speziellen anti-allergenen Material, das gewebefreundlich ist und so gut mit dem umliegenden Körpergewebe verwächst. Da der Chip flach unter der Haut platziert wird und schnell verwächst, kann er nicht in tieferliegende Hautschichten eindringen und auch keine Organe, Nerven oder Gefäße verletzen.
Manche Katzenbesitzerinnen und Katzenbesitzer befürchten, dass der Mikrochip schädliche Strahlungen aussendet. Der Transponder ist im Körper Ihrer Katze jedoch grundsätzlich inaktiv und wird nur beim Auslesen kurzzeitig aktiviert. Dann gibt er für die kurze Zeit des Auslesens ungefährliche Radiowellen ab.
Der Transponder sendet also von sich aus keine Strahlung oder Informationen und die darauf gespeicherten Daten können nur durch ein spezielles Lesegerät abgerufen werden. So müssen Sie sich auch keine Sorgen machen, dass das gechippte Tier per GPS geortet werden kann. Der Chip dient ausschließlich zur Identifikation des Tieres.
Wie hoch sind die Kosten für das Chippen einer Katze beim Tierarzt?
Die Kosten für das Chippen Ihrer Katze setzen sich aus zwei Variablen zusammen: Zum einen der Preis für den gewählten Mikrochip, denn dieser kann je nach Hersteller, Größe und Qualität unterschiedlich sein. In der Regel beläuft er sich auf 30 bis 60 €. Nach dem Einsetzen muss der Transponder normalerweise nicht nochmal ausgetauscht, aufgeladen oder erneuert werden, sodass er das ganze Katzenleben lang hält.
Zum anderen entstehen für das Setzen des Mikrochips bei Ihrer Katze Kosten für die Arbeit der Tierärztin bzw. des Tierarztes. Nach aktueller GOT kommen folgende Kosten auf Sie zu:³
Katzenchip-Kosten (1-facher GOT-Satz) |
Katzenchip-Kosten (2-facher GOT-Satz) |
Katzenchip-Kosten (3-facher GOT-Satz) |
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---|---|---|---|
Implantation eines Katzenchips (Transponders) |
10,24 € | 20,48 € | 30,72 € |
Dokumentation im Rahmen der Kennzeichnung |
5,50 € | 11,00 € | 16,50 € |
Auslesen des Katzenchips |
4,59 € | 9,18 € | 13,77 € |
Die Kosten für den Chip bei Ihrer Katze und das Einsetzen durch Ihre Tierärztin bzw. Ihren Tierarzt sind in der Katzenkrankenversicherung bei petolo durch unser jährliches Gesundheitsbudget abgedeckt. Je nach Tarif profitieren sie dabei von einer Erstattung von 80 € bis 120 € der Kosten, wenn Sie Ihre Katze chippen lassen.
Die petolo Katzenkrankenversicherung deckt im Rahmen des jährlichen Gesundheitsbudgets jedoch nicht nur die Kosten ab, wenn Sie Ihre Katze chippen lassen. Wir von petolo bieten Ihnen noch viele weitere Vorteile:
- Vollschutz: Bei uns erhalten Sie eine Katzenkrankenversicherung inklusive Katzen-OP-Versicherung in allen Tarifen.
- Keine Wartezeit: Mit der petolo Katzenkrankenversicherung ohne Wartezeit erhalten Sie und Ihre Katze die volle Versicherungsleistung ab dem ersten Tag.
- Freie Tierarztwahl: Sie können die Tierärztin bzw. den Tierarzt Ihres Vertrauens frei wählen und bleiben somit flexibel und ungebunden.
- Katzenversicherung auf Lebenszeit: Bei petolo können Sie Ihre Katze bereits ab der 8. Lebenswoche ein Leben lang versichern.
- Hoher Erstattungssatz nach GOT: Wir zahlen in jedem Tarif bis zum 4-fachen Satz der GOT und Notfallgebühren.
- Auslands-Versicherung: Mit der Katzenkrankenversicherung von petolo ist Ihre Katze auch im Urlaub bis zu 12 Monate lang versichert.
Bei petolo finden Sie genau die Katzenkrankenversicherung, die zu Ihnen und Ihrem Liebling passt. Denn durch unsere drei Tarife bieten wir Ihnen die größtmögliche Flexibilität, um die Tierarztkosten für Ihre Katze abzusichern.

Quellenangaben:
¹https://www.tasso.net/Service/Wissensportal/TASSO-Fakten/2022-im-Ueberblick
³https://www.bundestieraerztekammer.de/tieraerzte/beruf/got/