Ein Tierarzt liest den Chip einer Katze aus.

Katze chippen lassen: Kosten & Ablauf

Im Jahr 2024 sind in Deutschland ca. 90.600 Katzen entlaufen. 70.000 konnten zu ihren Besitzerinnen und Besitzern zurückkehren, weil sie dank der Kennzeichnung mit einem Mikrochip eindeutig identifiziert werden konnten. Doch wie hoch sind die Kosten für das Chippen der Katze und wie läuft es ab?

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zum Chippen von Katzen

  • Katzen-Mikrochip: Es handelt sich hierbei um einen Transponder in der Größe eines Reiskorns, auf dem sich ein individueller Identifikationscode befindet, der nur mit einem speziellen Lesegerät gescannt werden kann.
  • Ablauf: In der Tierarztpraxis wird der kleine Transponder unter die Haut der Katze gesetzt. Danach muss die Mikrochipnummer bei einer darauf spezialisierten Organisation, wie TASSO oder FINDEFIX, registriert werden, damit diese später eindeutig einer Besitzerin oder einem Besitzer zugeordnet werden kann.
  • Pflicht: Weder bei Freigängern noch bei Wohnungskatzen gibt es in Deutschland aktuell eine allgemeine gesetzliche Pflicht, Katzen chippen zu lassen. Einzelne Bundesländer und Landkreise haben dazu jedoch eigene Verordnungen erlassen.
  • Kosten: In der Regel muss man für das Einsetzen eines Mikrochips bei einer Katze mit Kosten um die 30 € bis 60 € rechnen. Bei petolo sind die Kosten für den Chip bei Katzen in Ihrem Katzenkrankentarif mit abgedeckt.

Ist das Chippen der Katze Pflicht?

In Deutschland besteht aktuell keine einheitliche Pflicht zum Chippen von Katzen. Bei Reisen mit Ihrer Katze ins EU-Ausland oder nach Übersee ist das Chippen jedoch zusätzlich zu den erforderlichen Impfnachweisen und dem EU-Heimtierausweis hingegen mittlerweile verpflichtend. Ob eine Kennzeichnung nötig ist, kann auch regional geregelt sein: Einige Bundesländer und Kommunen haben eigene Katzenschutzverordnungen erlassen, die die Kennzeichnung von Freigängern mit einem Chip vorschreiben.

Im Falle eines Umzuges informieren Sie sich deshalb am besten im Vorfeld, ob Ihr neuer Wohnort von einer entsprechenden Verordnung betroffen ist und Ihre Katze gechippt sein muss.

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Schon gewusst? Das Chippen von Katzen ist in Deutschland bislang nicht so weit verbreitet wie bei Hunden – dabei gibt es viele gute Gründe dafür. Die gute Nachricht: Die über petolo erhältliche Katzenkrankenversicherung übernimmt die Kosten, wenn Sie Ihre Katze chippen lassen.

Warum ist es sinnvoll, eine Katze zu chippen?

Eine Freigänger-Katze kommt durch die Katzenklappe nach Hause.

Katzen zu chippen ist sinnvoll, vor allem wenn es sich um Freigänger handelt, da diese sich gerne mal in fremde Häuser, Schuppen oder Garagen schleichen und dort versehentlich eingesperrt werden können. Wenn sie dann erst ein paar Tage später gefunden und ins Tierheim oder zur Tierärztin bzw. zum Tierarzt gebracht werden, kann dort durch den Chip direkt die Besitzerin bzw. der Besitzer ermittelt und informiert werden. Freigänger können zudem leicht in Unfälle verwickelt werden. Auch in diesem Fall kann die Tierärztin bzw. der Tierarzt durch das Auslesen des Chips schnell die Besitzerin oder den Besitzer der Katze kontaktieren.

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Wussten Sie schon? Es gibt Katzenklappen, die den Chip Ihrer Katze lesen können, sodass nur der eigene Freigänger Zugang zum Haus hat. Neugierige Streuner können dadurch nicht durch die Katzenklappe in Ihr Haus gelangen und Sie müssen sich keine Sorgen über eventuelle Überraschungsbesuche machen. Nach dem gleichen Prinzip wie diese Katzenklappen funktionieren spezielle Futterautomaten, die nur auf die gechippte Katze reagieren.

Ist es sinnvoll, Wohnungskatzen chippen zu lassen?

Das Chippen des Stubentigers kann sich nicht nur für Freigänger lohnen. Grundsätzlich ist das Chippen auch für Katzen, die reine Haus- oder Wohnungskatzen sind, sinnvoll, da auch sie entwischen können. Da sie keine Erfahrung außerhalb der eigenen vier Wände haben, ist die Gefahr höher, dass sie sich verlaufen oder irgendwo verkriechen. Wenn sie gefunden werden, kann das Tierheim oder die Tierarztpraxis Ihren Liebling leicht identifizieren.

Wie läuft das Chippen von Katzen ab?

Das Einsetzen eines Mikrochips bei Katzen ist ein unkomplizierter Vorgang, der in der Tierarztpraxis meist innerhalb weniger Minuten durchgeführt wird. Der Ablauf des Chippens gliedert sich in mehrere Schritte:

  1. Vorbereitung: Die Einstichstelle am Nacken wird desinfiziert. In der Regel kann die Halterin oder der Halter dabei beruhigend auf die Katze einwirken.
  2. Implantation: Der etwa reiskorngroße Transponder wird mit einer speziellen Kanüle unter die Haut injiziert. Die Katze verspürt dabei meist nur einen kurzen Piks.
  3. Verankerung: Der Mikrochip wandert in die Schultergegend und verwächst dort mit dem Gewebe – er bleibt dauerhaft an Ort und Stelle.
  4. Kontrolle: Mithilfe eines Lesegeräts prüft die Tierärztin oder der Tierarzt direkt im Anschluss, ob der Chip korrekt sitzt und auslesbar ist.
  5. Dokumentation: Die individuelle Chipnummer wird in den EU-Heimtierausweis eingetragen.

Wie registriere ich den Mikrochip meiner Katze?

Damit der Chip Ihrer Katze im Ernstfall hilfreich ist, muss er bei einem Haustierregister hinterlegt werden. Nur wenn die Chipnummer mit Ihren Kontaktdaten verknüpft ist, kann die gechippte Katze bei Verlust eindeutig zugeordnet werden. So funktioniert die Registrierung Schritt für Schritt:

  1. Chipnummer ermitteln: Nach dem Einsetzen durch die Tierärztin oder den Tierarzt finden Sie die 15-stellige Identifikationsnummer im EU-Heimtierausweis.
  2. Register auswählen: Bekannte, kostenfreie Anlaufstellen sind TASSO e. V. und FINDEFIX. Eine Registrierung bei mehreren Stellen ist möglich und erhöht die Auffindbarkeit.
  3. Online oder per Post registrieren: Geben Sie die Chipnummer sowie Ihre Kontaktdaten auf der Website des gewählten Registers ein. Falls gewünscht, können Sie auch ein Antragsformular ausfüllen und per Post einsenden.
  4. Bestätigung und Datenpflege: Nach erfolgreicher Registrierung erhalten Sie eine Bestätigung. Ihre Angaben lassen sich jederzeit aktualisieren – etwa bei einem Umzug.
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Mit dem Extra-Budget der über petolo erhältlichen Katzen-OP-Versicherung können Sie das Microchipping Ihrer Katze ebenfalls finanzieren. Je nach Tarif stehen Ihnen dafür 100 € oder 120 € pro Jahr zusätzlich zum OP-Schutz zur Verfügung.

Welche Informationen befinden sich auf dem Chip für Katzen?

Der Chip für Katzen enthält keine persönlichen Daten, sondern eine weltweit einmalige Identifikationsnummer. Erst durch die Verknüpfung dieser Nummer mit Ihren Kontaktdaten in einem Haustierregister wird eine eindeutige Zuordnung möglich. Die folgenden Angaben sind direkt auf dem Chip hinterlegt:

  • 15-stellige Identifikationsnummer: Die einzige Information, die tatsächlich auf dem Chip der Katze gespeichert ist.
  • Ländercode (3-stellig): Gibt das Herstellungsland des Chips an – für Deutschland z. B. die Zahl 276.
  • Herstellercode: Dient zur Zuordnung des Transponder-Herstellers.
  • Individuelle Codenummer: Eine fortlaufende Zahl, die den Chip weltweit eindeutig macht.
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Schon gewusst? Ein Chip für Katzen speichert ausschließlich eine 15-stellige Identifikationsnummer – keine GPS-Daten oder persönliche Informationen wie Name, Adresse oder Telefonnummer. Der Chip dient also nicht zur Ortung, sondern ausschließlich zur Identifikation durch ein Lesegerät. Damit ein verlorenes Tier zugeordnet werden kann, muss die Chipnummer in einem Haustierregister wie TASSO oder FINDEFIX mit den Kontaktdaten der Halterin oder des Halters hinterlegt sein.

Wie wird der Chip bei Katzen ausgelesen?

Ein Tierarzt scannt den Hals einer Katze mit einem Mikrochip-Lesegerät.

Der Chip bei Katzen lässt sich nur mit einem speziellen Lesegerät auslesen, das in vielen Tierarztpraxen, Tierheimen oder bei Behörden zum Einsatz kommt. Diese Geräte aktivieren den Chip kontaktlos und zeigen die gespeicherte Nummer an. So funktioniert das Auslesen im Detail:

  • Lesegerät statt Smartphone: Der Chip wird mithilfe eines professionellen Lesegeräts ausgelesen. Smartphones sind dafür nicht geeignet.
  • Kontaktlose Erkennung: Das Gerät wird über die Stelle geführt, an der sich der Chip bei der Katze befindet (meist im Nackenbereich), und überträgt die Nummer.
  • Abgleich mit Registerdatenbanken: Die angezeigte Chipnummer kann dann mit Haustierdatenbanken wie TASSO oder FINDEFIX abgeglichen werden.
  • Kontaktdaten der Besitzerin oder des Besitzers ermitteln: Wenn die gechippte Katze registriert wurde, kann der Kontakt zur Halterin oder zum Halter schnell hergestellt werden.
  • Thermochips als Sonderfall: Manche moderne Transponder können zusätzlich die Körpertemperatur des Tieres erfassen.

Entstehen beim Chippen der Katze Nebenwirkungen?

Der Chip wird in der Regel gut von Katzen vertragen und der Eingriff gilt als sicher. Dennoch kann es – wie bei jedem medizinischen Vorgang – in seltenen Fällen zu leichten Reaktionen oder Komplikationen kommen. Diese möglichen Nebenwirkungen sind bekannt:

  • Leichte Schwellung oder Reizung: An der Einstichstelle kann es vorübergehend zu Schwellungen, Juckreiz oder einer milden Entzündungsreaktion kommen.
  • Verrutschen des Chips: In seltenen Fällen bewegt sich der Chip geringfügig von seiner ursprünglichen Position.
  • Abszessbildung: Sehr vereinzelt kann es zu einer Infektion im Gewebe und der Bildung eines Abszesses kommen.
  • Defekter Chip: Technische Ausfälle sind zwar selten, aber möglich. Der Chip funktioniert dann nicht wie vorgesehen.
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Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Katze den Chip gut vertragen hat oder ob ein mögliches verändertes Verhalten eine andere Ursache hat, kann eine erste tierärztliche Einschätzung hilfreich sein. Um schnell Klarheit zu bekommen und Ihrem Tier unnötigen Stress durch die Fahrt in die Praxis zu ersparen, können Sie die kostenlose Videosprechstunde nutzen. Über Smartphone oder Tablet sprechen Sie bequem von zu Hause aus mit erfahrenem tiermedizinischem Personal, das sich Ihre Katze live per Kamera anschaut. Besteht der Verdacht auf eine Erkrankung oder ein Notfall, erfolgt eine direkte Überweisung an eine frei wählbare Tierärztin bzw. einen Tierarzt oder in eine Tierklinik.

Die digitale Beratung ist in allen 3 Tarifen der über petolo verfügbaren Katzenkrankenversicherung kostenlos enthalten. In den Tarifen Komfort und Premium profitieren Sie sogar von einer zusätzlichen Kostenübernahme von 20 % und erhalten bis zu 80 % statt 60 % im Komfort-Tarif und bis zu 100 % statt 80 % im Premium Tarif, wenn Sie die Videosprechstunde vor einem Praxisbesuch nutzen.

Wie hoch sind die Kosten für das Chippen einer Katze?

Eine Frau hält ihre Katze in einer Tierarztpraxis.

Die Kosten für das Chippen der Katze setzen sich aus den Kosten für den Mikrochip selbst und dem Honorar der Tierarztpraxis für das Einsetzen zusammen. Mit folgenden Beträgen können Sie in etwa rechnen:

  • Mikrochip: Je nach Hersteller kostet das Material in der Regel zwischen 30 und 60 €.
  • Einsetzen durch die Tierärztin oder den Tierarzt: Der Eingriff wird nach der Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) berechnet und liegt meist bei 10 bis 30 €, zuzüglich Mehrwertsteuer.
  • Registrierung: Die Online-Eintragung in Haustierdatenbanken wie TASSO oder FINDEFIX ist in der Regel kostenlos.
Katzenkrankenversicherung

Die Kosten für den Chip bei Ihrer Katze und das Einsetzen durch Ihre
Tierärztin bzw. Ihren Tierarzt sind in der über petolo erhältlichen
Katzenkrankenversicherung durch unser jährliches Gesundheitsbudget abgedeckt.

Zusätzlich bieten die petolo Katzenkrankentarife viele weitere Vorteile:

  • Vollschutz: Über uns erhalten Sie eine Katzenkrankenversicherung inklusive Katzen-OP-Versicherung in allen Tarifen.
  • Keine Wartezeit: Mit der über petolo zugänglichen Katzenkrankenversicherung ohne Wartezeit erhalten Sie und Ihre Katze die volle Versicherungsleistung ab dem ersten Tag, auf Wunsch schon ab morgen.
  • Freie Tierarztwahl: Sie können die Tierärztin bzw. den Tierarzt Ihres Vertrauens frei wählen und bleiben somit flexibel und ungebunden.
  • Katzenversicherung auf Lebenszeit: Bei petolo können Sie Ihre Katze bereits ab der 8. Lebenswoche ein Leben lang versichern.
  • Hoher Erstattungssatz nach GOT: Wir zahlen in jedem Tarif bis zum 4-fachen Satz der GOT und Notfallgebühren.
  • Auslands-Versicherung: Mit der über petolo abschließbaren Katzenkrankenversicherung ist Ihre Katze auch im Urlaub bis zu 12 Monate lang versichert.

Bei petolo finden Sie genau den Katzenkrankentarif, der zu Ihnen und Ihrem Liebling passt. Denn durch unsere drei Tarife bieten wir Ihnen die größtmögliche Flexibilität, um die Tierarztkosten für Ihre Katze abzusichern.

Die petolo Katzenkrankentarife im Überblick.

Fazit: Was ist beim Chippen von Katzen wichtig?

Ein Mikrochip ist eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme, um Ihre Katze eindeutig identifizierbar zu machen – ob für den Notfall, auf Reisen oder im Alltag. Damit der Chip zuverlässig funktioniert, kommt es auf die folgenden Punkte an:

  • Ablauf: Das Einsetzen erfolgt schmerzarm ohne Narkose der Katze und ähnelt einer normalen Impfung.
  • Platzierung: Der Chip wird meist im Nackenbereich gesetzt und kann sich leicht verschieben – das ist in der Regel unproblematisch.
  • Gespeicherte Daten: Der Chip enthält ausschließlich eine 15-stellige Nummer mit Länder- und Herstellercode – keine persönlichen Informationen.
  • Registrierung: Die Anmeldung bei einem Haustierregister wie TASSO oder FINDEFIX ist notwendig, um im Ernstfall kontaktiert werden zu können.
  • Sicherheit: Der Chip sendet keine Strahlung aus, ist unbedenklich für die Gesundheit und wird nur durch ein Lesegerät aktiviert.
  • Alltagstauglichkeit: Chipgesteuerte Katzenklappen oder Futterautomaten lassen sich damit gezielt auf Ihr Tier abstimmen.
  • Reisebestimmungen: Für Reisen ins EU-Ausland ist ein Mikrochip bei Katzen gesetzlich vorgeschrieben.

Quellenangaben:

Vorsorge

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