
FIP-Impfung: Ist es sinnvoll, die Katze impfen zu lassen?
FIP bei Katzen ist eine ansteckende Bauchfellentzündung, die bisher nicht geheilt werden kann. Daher wurde eine FIP-Impfung entwickelt, die jedoch nicht 100 % vor einer Ansteckung schützt. Wie sinnvoll ist eine FIP-Impfung bei Katzen und wie wirkt sie?
Inhaltsverzeichnis
💡Das Wichtigste zur FIP-Impfung bei Katzen auf einen Blick
- FIP: Die feline infektiöse Peritonitis, kurz FIP, ist eine schwere Viruserkrankung, die Katzen betreffen kann. Sie wird durch feline Coronaviren (FCoV) ausgelöst. Katzen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, leiden an einer ansteckenden Bauchfellentzündung.
- Impfpflicht: In den meisten Ländern besteht keine gesetzliche Impfpflicht gegen FIP, so auch in Deutschland. Die FIP-Impfung wird zudem von Expertengremien nicht empfohlen. Die Entscheidung, ob Ihre Katze geimpft werden sollte, hängt letztendlich von verschiedenen Faktoren ab, z. B. dem individuellen Gesundheitsrisiko.
- Impfrythmus: Die FIP-Impfung erfolgt in der Regel durch eine Grundimmunisierung, die in den ersten Lebensmonaten der Katze erfolgt. Nach der Grundimmunisierung sind regelmäßige Auffrischungsimpfungen notwendig.
- Kosten: Im Durchschnitt liegen die Kosten pro FIP-Impfung der Katze bei etwa 50 €. Mit der petolo Katzenkrankenversicherung sind die Kosten für Impfungen und tierärztliche Behandlungen bis zu 120 € im Jahr abgesichert.
Ist es Pflicht, Katzen gegen FIP impfen zu lassen?
Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) spricht keine Empfehlungen zur Impfung von Katzen aus. Die StIKo Vet unterstreicht, dass eine FIP-Impfung bei Katzen nicht sinnvoll ist, da sie keinen garantierten Schutz vor der Krankheit bietet. Deshalb gibt es auch keine gesetzliche Pflicht zur FIP-Impfung in Deutschland. Ob diese Impfung für die Katze wirklich notwendig ist, sollte ausgiebig mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprochen werden.
Die Entscheidung zur FIP-Impfung hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
- Risikobewertung: Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt wird die individuelle Situation der Katze einschätzen und das Risiko einer Infektion mit dem FIP-Erreger bewerten. Besonders in Mehrkatzenhaushalten, wo die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit den Viren höher ist, kann die FIP-Impfung für Katzen sinnvoll sein.
- Gesundheitszustand: Der allgemeine Gesundheitszustand Ihrer Katze spielt ebenfalls eine Rolle. Ein geschwächtes Immunsystem kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die Katze an FIP erkrankt.
- Lebensumstände: Wenn Ihre Katze viel Kontakt zu anderen Katzen hat, sei es durch Freigang oder Besuche in der Katzenpension, kann dies das Risiko einer Ansteckung erhöhen.
- Alter: FIP tritt bei Katzen jeden Alters auf, doch jüngere Katzen sind in der Regel anfälliger für die Krankheit. Falls die Entscheidung für eine FIP-Impfung ausfällt, sollten Kitten bereits im Zuge der Grundimmunisierung gegen die Erreger geschützt werden.
Wirkungsweise der Impfung gegen FIP bei Katzen
Die FIP-Impfung zielt darauf ab, die Katze vor einer Infektion mit den felinen Coronaviren (FCoV) zu schützen, dessen Mutation die feline infektiöse Peritonitis auslösen kann. Doch wie funktioniert die Impfung eigentlich?
Der verwendete Impfstoff enthält entweder abgeschwächte Viren oder Teile des Virus, die harmlos für die Katze sind. Der Impfstoff wird intranasal verabreicht. Wenn die Katze geimpft wird, erkennt ihr Immunsystem diese Virenfragmente und produziert Antikörper dagegen. Die Antikörper sind entscheidend, um eine effektive Immunabwehr gegen das FCoV aufzubauen. Sollte die Katze später mit dem echten Virus in Kontakt kommen, ist ihr Körper bereits darauf vorbereitet und die Antikörper können die Infektion bekämpfen.
Tatsächlich ist die Effektivität der FIP-Impfung fraglich, denn die Wirksamkeit kann zwischen 0 % bis 80 % liegen. Hatte die Katze bereits Kontakt mit dem Coronavirus, ist die Impfung in jedem Fall unwirksam. Trotz FIP-Impfung können sich Katzen demnach bei Kontakt mit dem FIP-Erreger anstecken.
Zudem ist das Virus bekannt für seine Mutationen, was die Entwicklung einer dauerhaften Immunität erschwert. Dennoch kann die Impfung das Risiko für eine schwere Erkrankung sowie die Symptome bei infizierten Tieren verringern.
FIP-Impfung bei Katzen: Wie oft sollten sie geimpft werden?
Die FIP-Impfung bei Katzen erfordert einen spezifischen Impfrhythmus, um einen effektiven Impfschutz sicherzustellen. Der einzige zugelassene Impfstoff Primucell FIP wird in folgenden Intervallen zur FIP-Impfung eingesetzt:
- Erstimpfung: Die Grundimmunisierung beginnt bei Kitten mit der Erstimpfung, die ab der 16. Woche durchgeführt werden kann.
- Zweite Impfung: Etwa 3 Wochen nach der Erstimpfung erfolgt die zweite Impfung. Dies dient dazu, das Immunsystem der Katze weiter zu stimulieren und eine ausreichende Immunantwort sicherzustellen.
- Auffrischungsimpfungen: Nach der Grundimmunisierung sind regelmäßige Auffrischungsimpfungen empfohlen, um die Immunität Ihrer Katze aufrechtzuerhalten. Die empfohlene Häufigkeit der Auffrischungsimpfungen kann je nach verwendetem Impfstoff variieren, liegt jedoch oft bei jährlichen Impfungen.
Wie lange hält die Immunität?
Die Dauer der Immunität nach einer FIP-Impfung kann variieren. Die Variabilität hängt oft von der spezifischen Impfstoffformulierung und dem individuellen Immunsystem der Katze ab. Normalerweise gewährt die Grundimmunisierung, die in den ersten Lebensmonaten Ihrer Katze durchgeführt wird und aus 2 Impfungen besteht, einen anhaltenden Impfschutz für etwa 1 Jahr. Es besteht jedoch keine Garantie, dass der Impfstoff eine Erkrankung der Katze mit FIP verhindert.
Unser Tipp: Erfahren Sie mehr über weitere sinnvolle und wichtige Impfungen für Katzen in unseren weiterführenden Ratgebern:
FIP-Impfung: Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Die FIP-Impfung kann wie jede andere Impfung potenzielle Nebenwirkungen hervorrufen. Diese können von Katze zu Katze variieren. Es ist dennoch wichtig, sich der möglichen Effekte bewusst zu sein, um die Gesundheit Ihrer Katze angemessen zu überwachen.
Zu den möglichen Nebenwirkungen der FIP-Impfung gehören:
- Lokale Reaktionen: Beispielsweise Schmerzen, Schwellungen oder Rötungen an der Injektionsstelle.
- Allergische Reaktionen: Die Symptome können Atembeschwerden, Hautausschläge, Juckreiz, Fieber, Erbrechen oder Durchfall bei der Katze einschließen.
- Allgemeines Unwohlsein: Einige Katzen können nach der Impfung vorübergehend müde oder appetitlos sein. Dies ist in der Regel nicht besorgniserregend und klingt innerhalb weniger Tage ab.
Die überwiegende Mehrheit der geimpften Katzen erlebt keine schwerwiegenden Nebenwirkungen. Sollten die Nebenwirkungen mehrere Tage anhalten oder die Symptome sehr stark sein, sollten Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt aufsuchen.
Eine besonders erfreuliche Nachricht: Die Dr. Fressnapf Videosprechstunde ist in allen unseren Tarifen für die Katzenkrankenversicherung enthalten. Dies ermöglicht Ihnen eine umfassende Überwachung der Gesundheit Ihrer Katze und gewährt Ihnen Zugang zu tierärztlicher Unterstützung, wann immer Sie diese benötigen.
FIP-Impfung Katze: Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die Kosten für die FIP-Impfung von Katzen unterliegen der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). ³ Bei einer Impfung Ihrer Katze gegen FIP sollten Sie mit Kosten von etwa 50 € rechnen, basierend auf dem 1-fachen GOT-Satz. Beachten Sie jedoch, dass die Kosten für die FIP-Impfung entsprechend höher ausfallen können, wenn Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt den 2- oder 3-fachen GOT-Satz anwendet. Die Kosten für die FIP-Impfung setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, die berücksichtigt werden müssen:
1-facher GOT-Satz |
2-facher GOT-Satz |
3-facher GOT-Satz |
|
---|---|---|---|
Allgemeine Untersuchung der Katze |
23,62 € | 47,24 € | 70,86 € |
Injektion | 11,50 € | 23,00 € | 34,50 € |
Ausstellung einer Impfbescheinigung |
6,16 € | 12,32 € | 18,48 € |
Kosten der angewandten Arzneimittel |
Variieren | ||
Preis für Verbrauchsmaterialien (z. B. Handschuhe, Spritzen) |
Variieren |
Kostenübernahme durch die Tierkrankenversicherung
Unser oberstes Ziel ist es, sicherzustellen, dass Sie Ihre geliebte Katze optimal vor Krankheiten schützen können. Sollten Sie sich für eine FIP-Impfung Ihrer Katze entscheiden, übernehmen wir die Kosten. Abhängig von Ihrem gewählten Tarif können Sie sich auf eine Kostenübernahme von bis zu 120 € pro Jahr innerhalb unseres Gesundheitsbudgets verlassen. Zusätzlich zur Übernahme der Impfkosten schützt Sie die Katzenkrankenversicherung von petolo auch vor zahlreichen anderen Tierarztkosten für Katzen, die im Zusammenhang mit Operationen oder Krankheitsfällen entstehen können.
Erkunden Sie unsere Leistungen und finden Sie den Tarif unserer Katzenkrankenversicherung von petolo, der am besten zu Ihnen und Ihrer Samtpfote passt.

Fazit: FIP-Impfung ja oder nein?
Die Entscheidung, ob Sie Ihre Katze gegen die feline infektiöse Peritonitis (FIP) impfen lassen sollten, ist eine wichtige, aber auch individuelle Überlegung. Es gibt keine gesetzliche Impfpflicht für FIP und die Wirksamkeit der Impfung ist nicht garantiert. Allerdings kann die Impfung bei erfolgreicher Schutzwirkung schwerwiegende Folgen der Krankheit mindern, sollte das Tier sich mit dem Erreger anstecken. Die Entscheidung zur FIP-Impfung der Katze sollte in Absprache mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt getroffen werden, um sicherzustellen, dass die individuellen Bedürfnisse Ihrer Katze berücksichtigt werden. Die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Katze stehen immer an erster Stelle.
Wir von petolo möchten Ihnen ermöglichen, Ihren treuen Gefährten optimal vor dieser Krankheit zu schützen. Abhängig von Ihrem gewählten Tarif können Sie innerhalb unseres Gesundheitsbudgets auf eine Kostenübernahme von bis zu 120 € pro Jahr zählen. Denn die kontinuierliche Impfprophylaxe für Ihre Katze hat immer höchste Priorität.
Quellenangaben: