
Pollenallergie beim Hund: Können die Vierbeiner Heuschnupfen haben?
Pollenallergien sind nicht nur ein Problem von uns Menschen – auch unsere Vierbeiner können während der Frühlings- und Sommermonate darunter leiden. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles zur Pollenallergie beim Hund, welche Symptome auftreten können und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
Inhaltsverzeichnis
💡Das Wichtigste auf einen Blick, wenn der Hund eine Allergie gegen Gräser und Co. hat
- Pollenallergie: Eine Pollenallergie, auch als Heuschnupfen beim Hund bekannt, wird z. B. durch Blüten- und Gräserpollen verursacht. Diese Allergie tritt meist saisonal auf und kann das Wohlbefinden des Vierbeiners beeinträchtigen.
- Allergiesymptome: Zu den häufigsten Symptomen einer Allergie von Hunden gegen Gräser gehören Juckreiz, tränende Augen, Hautausschläge und Probleme mit den Atemwegen. Besonders während der Pollensaison können betroffene Hunde verstärkte Reaktionen zeigen.
- Behandlung: Die Behandlung einer Pollenallergie beim Hund kann medikamentöse Therapien wie Antihistaminika oder De- bzw. Hyposensibilisierungen umfassen, um das Immunsystem des Hundes an die Allergene zu gewöhnen.
- Tipps: Um die Belastung durch Pollen zu reduzieren, reinigen Sie nach jedem Spaziergang die Pfoten und das Fell Ihres Hundes gründlich. Halten Sie die Wohnumgebung pollenfrei, indem Luftreiniger verwendet und Fenster geschlossen gehalten werden, um die Atemwege Ihres Hundes zu schonen.
Was ist eine Pollenallergie bei Hunden?
Eine Allergie von Hunden gegen Pollen ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auf in der Luft befindliche Pollen. Diese Allergene, die von Pflanzen wie Gräsern, Bäumen und Unkräutern stammen und sich in der Luft befinden, können bei Hunden allergische Reaktionen auslösen. Diese Art von Allergie, auch als Gräserallergie oder Heuschnupfen beim Hund bezeichnet, tritt typischerweise saisonal auf, wenn bestimmte Pflanzen blühen und ihre Pollen freisetzen.
Gibt es Rassen, die besonders von einer Pollenallergie betroffen sein können?
Obwohl Pollenallergien bei Hunden jede Rasse betreffen können, gibt es einige Hunderassen, die anfälliger für Allergien sind. Besonders häufig sind Allergien bei Hunderassen mit empfindlicher Haut oder einem schwächeren Immunsystem. Zu den Rassen, die häufiger unter einer Pollenallergie oder Gräserallergie leiden, gehören:
- Terrier
- Bulldoggen
- Golden Retriever und Labrador Retriever
- Dackel
- Shar-Peis
- Deutsche Schäferhunde
Die Gründe für die Anfälligkeit dieser Rassen können von genetischen Prädispositionen bis hin zu Umweltfaktoren reichen. Bei Verdacht auf eine Pollenallergie oder Gräserallergie beim Hund sollten Sie eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufsuchen, um die Symptome abklären zu können, eine genaue Diagnose zu erhalten und einen geeigneten Behandlungsplan aufstellen zu können.
Welche Symptome hat der Hund bei einer Allergie gegen Gräser?

Eine Allergie gegen Gräser kann bei Hunden eine Vielzahl von Symptomen hervorrufen, die sowohl die Haut als auch die Atemwege betreffen können. Zu den häufigsten Symptomen einer Gräserallergie bei Hunden gehören:
Hautprobleme
- Juckreiz und Kratzen: Eines der häufigsten Anzeichen einer Gräserallergie beim Hund ist intensiver Juckreiz, der den Hund dazu bringt, sich ständig zu kratzen oder zu lecken.
- Hautausschläge und Rötungen: Allergische Reaktionen können zu Hautausschlägen, Rötungen und manchmal sogar zu offenen Wunden führen, besonders an den Pfoten, am Bauch und an den Ohren.
- Haarausfall: Durch das ständige Kratzen und Lecken können betroffene Hunde Fell verlieren, was zu kahlen Stellen führt.
Atemwegsprobleme
- Niesen: Ähnlich wie Menschen mit Heuschnupfen können Hunde mit einer Pollenallergie niesen oder eine laufende Nase haben. Diese Symptome einer Allergie gegen Gräser kommen bei Hunden jedoch eher seltener vor als bei Menschen.
- Atemnot: In schweren Fällen kann eine Pollenallergie bei Hunden auch zu Atemnot führen, was eine sofortige tierärztliche Behandlung erfordert.
Augen- und Ohrenprobleme
- Tränende Augen: Allergische Reaktionen können dazu führen, dass die Augen des Hundes tränen und entzündet wirken.
- Ohrenentzündungen: Häufige Ohrenentzündungen können ebenfalls ein Symptom für eine Gräserallergie beim Hund sein.
Verhaltensänderungen
- Unruhe und Nervosität: Der ständige Juckreiz und die damit verbundenen Beschwerden können zu Verhaltensänderungen führen, wie Unruhe oder Nervosität.
- Schlafprobleme & Schlappheit: Hunde mit starkem Juckreiz haben oft Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen und schlafen weniger, sind jedoch häufig träge.
Gräserallergie beim Hund: Diagnose & Behandlung
Die Diagnose einer Pollenallergie bei Hunden erfordert eine sorgfältige Beobachtung und mehrere Tests, um andere mögliche Ursachen für die Symptome auszuschließen. Die Tierärztin bzw. der Tierarzt wird eine ausführliche Anamnese erstellen, um die Symptome, deren Dauer und mögliche Auslöser zu verstehen. Spezielle Tests, wie Bluttests oder Hauttests, können helfen, spezifische Allergene zu identifizieren. Diese Tests zeigen dann, ob der Hund auf bestimmte Pollen oder andere Allergene reagiert.
Die anschließende Behandlung einer Pollenallergie bei Hunden zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität des Tieres zu verbessern. Zu den gängigen Therapien gehören:
- Medikamente wie Antihistaminika oder entzündungshemmende Medikamente, die den Juckreiz reduzieren oder das Immunsystem des Hundes regulieren.
- Spezielle hypoallergene Shampoos und Sprays können helfen, die Haut zu beruhigen und Pollen von der Haut und dem Fell zu entfernen.
- Desensibilisierungen oder Hyposensibilisierungen können eine langfristige Lösung sein, bei der der Hund durch regelmäßige Injektionen mit kleinen Mengen des Allergens behandelt wird. Diese Therapie, die auch als Allergie-Impfung bekannt ist, hilft dem Immunsystem, sich an die Allergene zu gewöhnen und die Reaktionen zu verringern.
Was tun, wenn der Hund eine Pollenallergie hat?

Durch eine Kombination aus Hygiene, einigen Tipps für den Alltag und medizinischer Behandlung können Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer ihrem Hund helfen, die Pollenallergie besser zu bewältigen und sich wohler zu fühlen. Die folgenden Tipps können helfen, dass Ihr Hund weniger stark an der Allergie auf Pollen beispielsweise aus Gräsern leidet:
- Pollenvermeidung: Während der Hochsaison für Pollen – also insbesondere im Frühjahr und Sommer – sollten Spaziergänge auf Zeiten mit niedriger Pollenkonzentration verlegt werden. Auch Bereiche mit hoher Pollenkonzentration, wie Wiesen oder Felder, sollten besonders während der Hauptblütezeit vermieden werden. Planen Sie Spaziergänge lieber früh am Morgen oder nach einem Regen, wenn die Pollenkonzentration in der Luft niedriger ist. In einem sog. Pollenkalender kann nachgelesen werden, in welchen Monaten die Pollenbelastungen der einzelnen Allergene besonders hoch sind.
- Ausgewogene Ernährung: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung stärkt das Immunsystem des Hundes. Hochwertige, nahrhafte Lebensmittel mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren können dabei helfen, den natürlichen Hautschutzfilm zu stärken.
- Reinigung: Hundehalterinnen und Hundehalter sollten Pfoten und Fell des Hundes nach dem Spaziergang abwischen, um Pollen zu entfernen, die sich dort abgesetzt haben. Dies kann helfen, die Menge der Allergene zu reduzieren, mit denen der Hund in Kontakt kommt.
- Innenräume pollenfrei halten: Versuchen Sie, die Pollenkonzentration in Ihrem Zuhause so gering wie möglich zu halten. Häufiges Staubsaugen und Waschen von Hundebetten können helfen, die Pollenbelastung zu reduzieren. Zudem können Luftreiniger eingesetzt werden.
Übernimmt die Hundekrankenversicherung die Kosten für die Behandlung von Heuschnupfen beim Hund?
Zeigt Ihr Hund Symptome einer Allergie gegen Gräser, sollten Sie nicht zögern, eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufzusuchen. Die Kosten für Anamnese, Tests und notwendige Behandlung der Pollenallergie des Hundes werden in der Regel von der Hundekrankenversicherung übernommen.
So auch bei petolo. Die 3 unterschiedlichen Tarife unserer Hundekrankenversicherung bieten Ihnen größtmögliche Flexibilität. Entscheiden Sie sich einfach für den, der am besten zu Ihnen und Ihrem Vierbeiner passt, um die Tierarztkosten Ihres Hundes abzusichern.

Fazit: Checkliste zum Umgang mit einer Pollenallergie beim Hund

Um die Symptome einer Pollenallergie bei ihrem Hund zu lindern und seine Lebensqualität trotz der Erkrankung zu verbessern, können Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer einige Punkte beachten. Diese folgende Checkliste kann dabei helfen, präventive und behandlungsbezogene Schritte umzusetzen:
✔️ Symptome wie Juckreiz, Hautausschläge oder Atemprobleme beobachten und frühzeitig bei einer Tierärztin oder einem Tierarzt abklären lassen
✔️ Bei bestätigter Diagnose können Antihistaminika nach tierärztlicher Rücksprache verabreicht werden. Auch eine Therapie zur De- oder Hyposensibilisierung ist möglich
✔️ Zur Vorbeugung eines allergischen Schocks kann ein Notfall-Set bei schweren Allergikern mitgeführt werden
✔️ Regelmäßige Fellpflege mit hypoallergenen Shampoos
✔️ Pfoten und Fell nach Spaziergängen reinigen
✔️ Spaziergänge zu pollenarmen Zeiten planen (früh morgens, nach Regen) und Pollenkalender im Blick behalten
✔️ Fenster und Türen geschlossen halten während der Pollensaison, ggf. mit Hilfe von Luftreinigern Pollen aus der Luft filtern
✔️ Häufiges Staubsaugen und Reinigen von Hundebett und Polstermöbeln
✔️ Ausgewogene, nahrhafte Ernährung
✔️ Regelmäßige Untersuchungen zur Überwachung der Gesundheit des Hundes in der Tierarztpraxis
Quellenangabe: