
Futtermittelallergie bei Hunden erkennen & behandeln
Futtermittelallergien bei Hunden können sich jedoch durch viele verschiedene Symptome äußern und das Wohlbefinden des Vierbeiners beeinträchtigen. Erhalten Sie hier alle Informationen zu Allergien auf Hundefutter – von der Erkennung bis hin zur Behandlung und Prävention.
Inhaltsverzeichnis
💡Das Wichtigste zur Futtermittelallergie bei Hunden auf einen Blick
- Ursachen: Eine Allergie gegen Hundefutter entsteht meist durch bestimmte Proteine im Futtermittel. Häufige Auslöser können einige Fleischsorten, Getreide, Soja, Eier, Nüsse oder Milchprodukte sein.
- Symptome: Zu den Symptomen zählen Juckreiz, Hautausschläge, Verdauungsprobleme wie Durchfall und Erbrechen, Ohrenentzündungen und wiederkehrende Hautinfektionen.
- Diagnose: Eine genaue Diagnose erfolgt meist durch eine Ausschlussdiät, bei der der Hund für mehrere Wochen hypoallergenes Futter erhält.
- Behandlung: Die Symptome einer Futterallergie beim Hund werden meist durch eine Vermeidung der allergieauslösenden Inhaltsstoffe und Fütterung mit hypoallergenem Hundefutter behandelt.
Was ist der Unterschied zwischen einer Futtermittelunverträglichkeit und einer Futtermittelallergie beim Hund?
Futtermittelallergien sind Überreaktionen des Immunsystems des Hundes auf bestimmte Inhaltsstoffe im Futter. Diese allergischen Reaktionen können das Immunsystem des Hundes überfordern und neben Verdauungsproblemen auch weitere Reaktionen, wie Hautsymptome und andere systemische Beschwerden, verursachen.
Ursachen für eine Futterallergie bei Hunden können u. a. sein:
- Fleischsorten, wie Rind oder Huhn bzw. Fisch
- Getreidearten, wie Weizen, Mais, Soja oder Hafer
- Milchprodukte, wie Käse oder Joghurt
- Eier
- Künstliche Zusatzstoffe, wie Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker
- Nüsse, wie Erdnüsse
Eine Futtermittelallergie sollte nicht mit der Futtermittelunverträglichkeit beim Hund verwechselt werden, die ähnliche Symptome hervorruft, aber andere Ursachen hat.
Symptome, die ein Hund bei einer Futtermittelallergie zeigt
Typische Symptome einer Futtermittelallergie beim Hund umfassen:
- Hautsymptome: Juckreiz, Rötungen, Hautausschläge, kahle Stellen, häufiges Kratzen oder Lecken
- Verdauungsprobleme: Chronischer Durchfall, Erbrechen, Blähungen, Bauchschmerzen
- Ohrenprobleme: Wiederkehrende Ohrenentzündungen, Schütteln des Kopfes, Kratzen an den Ohren
- Verhaltensänderungen: Unruhe, verminderter Appetit, allgemeines Unwohlsein
Diagnose der Futtermittelallergie bei einem Hund

Zeigt der Hund Symptome einer Futtermittelallergie oder Futterunverträglichkeit, sollte eine Tierärztin oder ein Tierarzt besucht werden. Dieser kann den Vierbeiner untersuchen und weitere Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten empfehlen. Die Ausschlussdiät ist die effektivste Methode zur Diagnose einer Futtermittelallergie. Dabei wird der Hund für etwa 8 bis 12 Wochen mit einem hypoallergenen Futter gefüttert, das nur eine Protein- und eine Kohlenhydratquelle enthält, die der Hund zuvor noch nie gefressen hat. Nach dieser Phase werden potenzielle Allergene schrittweise wieder eingeführt, um die Reaktion des Hundes zu beobachten. Weitere diagnostische Methoden können Bluttests und Hauttests sein, wobei diese nicht immer zuverlässig sind.
Behandlung: Was tun, wenn ein Hund eine Allergie auf Futter hat?
Wenn bei Ihrem Hund eine Futtermittelallergie diagnostiziert wurde oder der Vierbeiner Symptome aufweist, ist es wichtig, schnell zu handeln. Die Behandlung einer Futtermittelallergie erfordert in der Regel eine Umstellung des Futters in Form einer Eliminationsdiät und eine sorgfältige Beobachtung der Symptome. Die Umstellung des Hundefutters sollte nur in Absprache mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt erfolgen.
Neben der Ernährung kann auch die allgemeine Pflege des Hundes dazu beitragen, die Symptome zu lindern. Regelmäßiges Baden mit speziellen Shampoos kann helfen, den Juckreiz zu reduzieren und die Haut zu beruhigen. Auch die Umgebung des Hundes sollte sauber und frei von möglichen Allergenen gehalten werden, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden.,
Welches Futter sollten Hunde bei einer Futterallergie bekommen?
Das richtige Hundefutter ist entscheidend, um die Allergie in den Griff zu bekommen. Hat ein Hund eine Futtermittelallergie, kann auf hypoallergenes Futter zurückgegriffen werden. Hypoallergenes Hundefutter enthält ausgewählte Proteinquellen und Kohlenhydratquellen, die unwahrscheinlich allergische Reaktionen auslösen. Es gibt weitere diätetische Optionen, die speziell für Hunde mit Futtermittelallergien entwickelt wurden und in tierärztlicher Absprache zur Behandlung angewendet werden können.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Vermeidung von Futtermilben, da einige Hunde auch auf diese allergisch reagieren können. Das Risiko einer Futtermilbenallergie beim Hund kann durch die Lagerung des Futters in luftdichten Behältern und die Verwendung von frisch geöffneten Verpackungen minimiert werden.
Falls der Hund auf die Eliminationsdiät positiv reagiert, können schrittweise verschiedene Futterbestandteile wieder eingeführt werden, um die spezifischen Allergieauslöser zu identifizieren. Dieser Prozess sollte stets in Absprache mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt erfolgen.
Wann sollte ein Tierarzt aufgesucht werden?

Bei Verdacht auf eine Futterallergie oder Futterunverträglichkeit bei Ihrem Hund können Tierärztinnen bzw. Tierärzte eine genaue Diagnose stellen und einen geeigneten Behandlungsplan erstellen. Die Symptome einer Futterallergie beim Hund können vielfältig und unspezifisch sein, sodass eine fachkundige Einschätzung notwendig ist, um andere mögliche Erkrankungen auszuschließen.
Unser Tipp: Mit der Hundekrankenversicherung von petolo müssen Sie nicht lange zögern. Wir übernehmen je nach Tarif bis zu 100 % der Tierarztkosten für Ihren Hund. So können Sie auch beim kleinsten Verdacht auf eine Futtermittelallergie eine Tierärztin oder einen Tierarzt zu Rate ziehen, ohne sich Gedanken über die Kosten machen zu müssen. Sie können zwischen 3 Tarifen wählen und so den optimalen Schutz für sich und Ihren Vierbeiner auswählen:

Ist eine Futtermittelallergie bei Hunden heilbar?
Haben Hunde eine Futterallergie, so ist diese in der Regel nicht heilbar, aber sie ist gut zu managen. Das Ziel der Behandlung ist es, die Symptome zu kontrollieren und das Wohlbefinden des Hundes zu verbessern, indem die allergieauslösenden Futterbestandteile vermieden werden. Durch eine konsequente Vermeidung der identifizierten Allergene kann ein Hund trotz der Diagnose Futtermittelallergie ein symptomfreies Leben führen.
Hundefutter selbst zubereiten als Lösung?
Die Zubereitung von Hundefutter zu Hause kann eine Lösung sein, um eine Futterallergie bei Ihrem Hund in den Griff zu bekommen. Das ermöglicht die Kontrolle über die Inhaltsstoffe und potenzielle Allergene können vermieden werden. Durch die Verwendung von reinen, frischen Zutaten können Sie sicherstellen, dass Ihr Hund nur das erhält, was er verträgt.
Bei selbst zubereitetem Hundefutter ist es wichtig, ausgewogene und nährstoffreiche Mahlzeiten zu planen. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist die Verwendung von hypoallergenen Proteinquellen wie Lamm, Ente oder Kaninchen und Kohlenhydratquellen wie Süßkartoffeln oder braunem Reis.
Ein weiterer Vorteil der selbst zubereiteten Hundeernährung ist die Möglichkeit, die Zutaten regelmäßig zu variieren. Dies kann helfen, das Risiko von Futtermittelunverträglichkeiten und neuen Allergien zu reduzieren. Außerdem können Sie bei Bedarf Anpassungen vornehmen, basierend auf den Reaktionen Ihres Hundes auf bestimmte Nahrungsmittel.
Wie kann man einer Allergie gegen Futter bei Hunden vorbeugen?

Um einer Futterallergie ihrer Hunde vorzubeugen, sollten Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer darauf achten, ihren Hunden eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung zu bieten. Ein regelmäßiger Wechsel der Protein- und Kohlenhydratquellen kann ebenfalls dazu beitragen, das Immunsystem des Hundes zu stärken und die Wahrscheinlichkeit einer allergischen Reaktion zu verringern.
Fazit: Richtiger Umgang mit einer Futtermittelallergie bei Hunden
Der Umgang mit einer Futtermittelallergie bei Hunden erfordert Geduld und sorgfältige Planung. Mit der richtigen Diagnose und einem geeigneten Futterplan können die meisten Hunde dennoch ein symptomfreies Leben führen. Eine systematische Herangehensweise zur Identifizierung der Allergieauslöser ist unerlässlich. Dies kann durch eine Ausschlussdiät erfolgen, gefolgt von einer schrittweisen Wiedereinführung von Futterbestandteilen unter tierärztlicher Aufsicht. Während dieser Zeit ist es wichtig, das Verhalten und die Gesundheit Ihres Hundes genau zu beobachten. Zu den präventiven Maßnahmen gehört, das Futter regelmäßig zu wechseln und eine abwechslungsreiche Diät zu bieten, um das Immunsystem Ihres Hundes zu stärken. Achten Sie darauf, dass das Futter in luftdichten Behältern gelagert wird, um eine Futtermilbenallergie bei Ihrem Hund zu verhindern.
Quellenangaben:
- https://www.tierklinik-ismaning.de/futtermittelreaktionen/
- https://www.mein-allergie-portal.com/allergie-bei-tieren/708-futtermittelunvertraeglichkeit-beim-hund-ausloeser-diagnose-und-therapie.html
- https://tierschutzliga.de/ratgeber/futtermittelallergie-beim-hund/
- https://www.drhoelter.de/tierarzt/tierkrankheiten/futtermittelallergien-und-unvertraeglichkeiten-bei-hunden.html
- https://www.zooplus.de/magazin/hund/hundegesundheit-pflege/futtermittelallergie-hund
- https://tierarzt-kleinmachnow.de/atopische-dermatitis-und-futtermittelallergie