
Tierarztkosten für Hunde: Mit welchen Kosten sollten Hundebesitzer pro Jahr rechnen?
Wir sorgen dafür, dass unser Haustier die bestmögliche Behandlung erfährt, sollte es krank oder verletzt sein. Doch mit welchen Kosten muss man bei einer tiermedizinischen Behandlung rechnen und wie setzen sich diese zusammen? Wir haben die Tierarztkosten für Hunde in einer Tabelle zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
💡Das Wichtigste zu den Tierarztkosten beim Hund
- Jährliche Kosten: Jährlich können für Hundebesitzerinnen und -besitzer Kosten von etwa 100-200 € für Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen oder Wurmkuren entstehen. Die Kosten für weitere Behandlungen des Hundes bei der Tierärztin bzw. beim Tierarzt können jedoch schnell in die Höhe steigen, z. B. in Folge eines Unfalls.
- Kosten für Operationen: Muss das Haustier operiert werden, können Kosten von mehreren Hundert oder Tausend Euro für den Tierarztbesuch bzw. das Aufsuchen einer Tierklinik für Hundebesitzerinnen und -besitzer anfallen.
- Gebührenordnung für Tierärzte: Die Preise, die Tierärztinnen und Tierärzte für die Behandlung des Hundes berechnen, sind in einer Gebührenordnung festgehalten. Untersuchungen, Beratungen oder Operationen des Haustiers können nach verschiedenen Gebührensätzen abgerechnet werden.
- Tierarztkosten beim Hundes absichern: Eine Hundekrankenversicherung kann helfen, die finanzielle Belastung im Ernstfall zu reduzieren. Sie übernimmt je nach Tarif einen Teil oder sogar die gesamten Kosten der Tierarztrechnung.
Was kostet ein Tierarztbesuch des Hundes?
Die Kosten bei der Tierärztin bzw. beim Tierarzt können für Hunde sehr unterschiedlich ausfallen und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Beispielsweise spielen die Art und der Umfang der Behandlung, das gesundheitliche Problem und die regionale Lage der Tierarztpraxis eine Rolle. Eine einfache Untersuchung kostet dabei weniger als ein operativer Eingriff oder eine aufwendige Diagnostik.
Zusätzlich legt die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) die Preise für tierärztliche Leistungen fest. Die GOT gibt eine Preisspanne von einem 1-fachen bis zu einem 3-fachen Satz vor. Welcher Satz letztendlich auf der Tierarztrechnung steht, hängt von der Schwierigkeit der Behandlung und den individuellen Vorgaben der Tierarztpraxis ab.
Tabelle: Wie hoch sind die Tierarztkosten für einen Hund?
Von der Beratung bis hin zur komplizierten OP: Die Kosten für die Behandlung des Hundes bei der Tierärztin bzw. beim Tierarzt können unterschiedlich hoch ausfallen. Wir haben die Tierarztkosten beim Hund in einer Tabelle zusammengefasst:
Leistung | 1-facher GOT-Satz |
2-facher GOT-Satz |
3-facher GOT-Satz |
---|---|---|---|
Allgemeine Beratung ohne Untersuchung |
11,26 € | 22,52 € | 33,78 € |
Allgemeine Untersuchung | 23,62 € | 47,24 € | 70,86 € |
Stationäre Unterbringung ohne Behandlung und Futterkosten |
19,09 € pro Tag | 38,18 € | 57,27 € |
Trächtigkeitsuntersuchung per Ultraschall |
37,88 € | 75,76 € | 113,64 € |
Kaiserschnitt | 183,37 € | 366,74 € | 550,11 € |
CT-Untersuchung eines Körperteils |
350,00 € | 700 € | 1.050 € |
Injektion (z. B. Impfung) | 11,50 € | 23 € | 34,50 € |
Verband anlegen oder abnehmen (Gipsverband oder ähnliche Schienung) |
54,01 € | 108,02 € | 162,03 € |
Injektionsnarkose | 23,44 € | 46,88 € | 70,32 € |
Zecke(n) entfernen | 8,10 € | 16,20 € | 24,30 € |
Tumor-Operation | 66,65-164,92 € | 133,30-329,84 € | 199,95-494,76 € |
Krallen kürzen | 10,26 € | 20,52 € | 30,78 € |
Magendrehung-Operation | 256,55 € | 513,10 € | 769,65 € |
Kreuzband-Operation | 230,89 € | 461,78 € | 692,67 € |
Sterilisation einer Hündin | 128,27 € | 256,54 € | 384,81 € |
Kastration bei einem Rüden | 70,60 € | 141,20 € | 211,80 € |
Entfernung von Zahnstein und Belägen |
61,97-108,82 € | 123,94-217,64 € | 185,91-326,46 € |
Wie hoch sind die Tierarztkosten für einen Hund pro Jahr?
Für den jährlichen Gesundheitscheck beim Hund können Halterinnen und -halter mit etwa 100 bis 200 € rechnen. Diese Tierarztkosten fallen beispielsweise an für:
- Allgemeine Untersuchung zur Vorsorge
- Impfungen
- Wurmkuren
Hinzu können Kosten für die Tierärztin bzw. den Tierarzt kommen, wenn der Hund erkrankt oder verletzt ist und eine Behandlung oder Operation nötig ist. Beispielsweise für eine Kastration, einen Ultraschall, eine Blutuntersuchung im Labor oder eine Narkose des Hundes. In diesem Fall können die Tierarztkosten für den Hund pro Jahr schnell mehrere Hundert Euro übersteigen.
Woher weiß ich, welchen Gebührensatz mein Tierarzt berechnet?
Die Tierärztin bzw. der Tierarzt kann selbst entscheiden, zu welchem GOT-Satz die Leistungen abgerechnet werden. Das heißt, für die Behandlung des Hundes können für Hundehalterinnen und Hundehalter Tierarztkosten – je nach Aufwand – zwischen dem 1-fachen und dem 3-fachen Satz anfallen. Muss der Vierbeiner beim Notdienst behandelt werden, können sogar der 4-fache Satz sowie eine Notdienstgebühr fällig werden.
Folgende Faktoren können die abgerechnete Höhe des GOT-Satzes beeinflussen:
- Zeitaufwand
- Schwierigkeit der Leistungen (z. B. wenn das Tier bei der Untersuchung und Behandlung ängstlich oder aggressiv ist)
- Besondere Situationen (z. B. Notdienst)
- Wert des Tieres
- Behandlungsort (z. B. spezialisierte Klinik oder Hausbesuch)
Was sind die teuersten Behandlungen für Hunde beim Tierarzt?

Komplexe Eingriffe wie die Behandlung von Knochenbrüchen oder das Entfernen von Tumoren gehören zu den kostspieligsten Tierarztleistungen bei Hunden. Zusätzlich können intensive Nachsorge und erforderliche Diagnosen, wie MRTs oder CT-Scans, die Gesamtkosten erheblich steigern.
Zudem können vor allem Operationen bei Hunden schnell teuer werden. Insbesondere bei Hunden stehen häufig Operationen wegen einer Magendrehung oder eines Kreuzbandrisses an. Neben den Kosten für die Operation selbst müssen Hundehalterinnen und Hundehalter auf der Rechnung auch mit folgenden Posten rechnen:
- Medikamente und Verbandsmaterial
- Narkose
- Personal
- Laboruntersuchungen
- Vor- und Nachuntersuchungen, z. B. Röntgen oder Ultraschall beim Hund
- Aufschläge, falls es während der OP zu Komplikationen kommt
- Ggf. stationäre Betreuung nach der Operation
Die Kosten für eine Hunde-OP können somit schnell mehrere Hundert oder Tausend Euro betragen. Mit einer Hunde-OP-Versicherung können Sie sich gegen diese Kosten absichern und vermeiden, im Ernstfall hohe Beträge selbst tragen zu müssen.

Quellenangaben: